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Uranbelastung unbedenklich

Das ARD-Magazin "Report München" hat in seiner Sendung vom 4. August 2008 über Uran im Trinkwasser berichtet. In einigen Regionen soll es eine stärkere Belastung geben. Hintergrund der aktuellen Berichterstattung: Bereits im Frühjahr hatte die Organisation Foodwatch strengere Vorgaben gefordert und dazu eine Kampagne gestartet. „Foodwatch“ hatte aus allen Bundesländern rund 8000 Messergebnisse für den Urangehalt im Trinkwasser zusammengetragen und bei rund 1,8 Prozent aller Proben Uranwerte festgestellt, die über dem Empfohlenen Grenzwert lagen.

Geltende Leitwerte und Regelungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt einen Leitwert von 15 Mikrogramm je Liter (μg/l) als „gesundheitlich lebenslang duldbar“ vor. Das Umweltbundesamt als national zuständige Behörde empfiehlt für die Bundesrepublik einen niedrigeren Wert: 10 μg/l. Weder in der EU-Trinkwasserrichtlinie noch in der nationalen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ist ein Grenzwert für Uran festgesetzt. Obwohl die Messung von Uran im Trinkwasser derzeit nicht vorgeschrieben ist, wird sie von vielen Trinkwasserversorgern durchgeführt, um vor Ort Fragen ihrer Kunden beantworten zu können. Grundsätzlich ist Trinkwasser in Deutschland eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel. Die Unternehmen nehmen stetig Proben, um die Trinkwasserqualität zu prüfen. Auch die TWH-Technische Werke Herbrechtingen GmbH führt regelmäßig Messungen des Uranwertes durch.

Außerdem gibt es Kontrollen durch die Gesundheitsbehörden. Speziell bei der aktiven Werbung für Produkte gilt für Mineralwasserhersteller eine besondere Vorschrift: Mineralwasser darf nur dann „als besonders geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ deklariert werden, wenn es weniger als 2 μg Uran/l enthält. Dieser Wert ist jedoch nicht gesundheitlich abgeleitet, sondern wurde allein im Zusammenhang mit der Werbung festgelegt.

Für die gesetzlichen Vorgaben und gesundheitlichen Bewertungen der Qualität des Trinkwassers in Deutschland sind das Bundesministerium für Gesundheit sowie als zuständige Fachbehörde das Umweltbundesamt zuständig.

Das Schwermetall Uran

Uran ist ein auf der Erde weit verbreitetes Element. Das Schwermetall ist in Form zahlreicher Mineralien fast überall in der Erdkruste zu finden. Es kann in Gesteinen, Mineralien sowie Wasser, Boden und Luft vorkommen. Durch Auswaschung aus den Erdschichten können auch Spuren des Urans in das Grundwasser oder Oberflächenwasser gelangen.

Die Urangehalte sind im Wesentlichen geogen, also durch die Natur bedingt und somit regional sehr unterschiedlich. Einträge können über den Uranbergbau und die Verbrennung von Kohle erfolgen. Außerdem sind weitere nicht-natürliche Einträge möglich.

Es ist grundsätzlich zwischen der Giftigkeit und der Radioaktivität zu unterscheiden. Bei der Betrachtung von Uran im Trinkwasser ist aufgrund der chemischen Beschaffenheit des Elements weniger die Radioaktivität, als vielmehr die Giftigkeit des Schwermetalls von Bedeutung.

Herbrechtinger Trinkwasser bestens für Babynahrung geeignet 

In Herbrechtingen beträgt der zuletzt gemessene Wert (Messung vom 20. Mai 2008) bei unter 0,5 Mikrogramm und somit weit unter dem Grenzwert. Es besteht also keinerlei Risiko und das Wasser in Herbrechtingen und Teilorten ist somit auch bestens für Babynahrung geeignet.

Mehr Werte der Chemisch-physikalischen Trinkwasseranalyse finden Sie auch unter Trinkwasser.

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