Vorteile von Erdgas
Die Nutzung

Hauptsächlich zur Wärmeerzeugung für Haushalte, Industrie und Gewerbe, zur Warmwasserbereitung, zum Kochen, als Treibstoff für Autos und andere Fahrzeuge und zur Stromerzeugung.
Die Zusammensetzung
Erdgas, die "Sonnenwärme aus der Erde", ist ein Gemisch, das hauptsächlich aus Methan, Stickstoff, einem geringen Anteil anderer Kohlenwasserstoffe (Ethan, Propan, Butan und Methan) und Spuren von Helium besteht. Aus dem unsichtbaren und von Natur aus geruchlosen Gas wird hauptsächlich Wärme gewonnen.
Die Entstehung
Erdgas kann aus Erdöl und Kohle entstehen.
Für die Bildung aus Erdöl mussten in einer Tiefe von 2.000 bis 4.000 Meter sehr lange Zeit Temperaturen zwischen 65°C und 120°C gegeben sein. Erdgas wie Erdöl wurden dann unter dem Druck der überlagernden Schichten aus dem Gestein gepresst.
Teils bildete das Erdgas über dem Erdöl und unter undurchlässigen Schichten eine sogenannte "Gaskappe", teils suchte es sich durch Gesteinsklüfte und Poren den Weg zur Erdoberfläche, wo es in die Luft entwich.
Ein anderer Teil des Erdgases ist über tiefliegenden Steinkohle-Lagerstätten entstanden. Mit zunehmendem Druck von oben wurde das Erdgas aus dem "Muttergestein", also dem Gestein, in dem das Erdgas sich bildete, ausgepresst und stieg nach oben, bis es sich im sog. Speichergestein unter einer undurchlässigen Erdschicht sammelte.
Die Reserven
Wie für Kohle und für Öl sind auch die Welterdgas- reserven begrenzt. Die sicher gewinnbaren Weltgas- reserven werden gegenwärtig auf gut 140.000 Mrd. Kubikmeter (=172,2 Mrd. t Steinkohleeinheiten (SKE)) geschätzt. Die Reserven sind aber groß genug, um auch eine weiter steigende Nachfrage über einen längeren Zeitraum zu decken. Auf der Basis des heutigen Welterdgasverbrauchs reichen die sicher gewinnbaren Reserven noch 65 Jahre. Nimmt man die zusätzlichen gewinnbaren Ressourcen hinzu - also Quellen, die heute aus Kostengründen noch nicht wirtschaftlich genutzt werden können - ergibt sich eine Reichweite von rund 170 Jahren. Darüber hinaus können künftig nutzbare Technologien die Reichweite wesentlich erhöhen. So gibt es in Deutschland ein Pilotprojekt zur Gewinnung von Erdgas aus Kohlelagerstätten (sog. Flözgas). Interessant könnten auch die riesigen Erdgashydratlager (schneeförmige Verbindung zwischen Erdgas und Wasser, die bei hohem Druck bis 20°C stabil ist) in Alaska und Sibirien werden.
Die nachgewiesenen Erdgasreserven in Deutschland, die vor allem in Norddeutschland liegen, wurden Anfang 1995 mit rd. 323 Mrd. Kubikmeter angegeben. Weitere geologisch mögliche und technisch gewinnbare Reserven werden auf rd. 342 Mrd. Kubikmeter geschätzt.
Die Gewinnung und Förderung
Erdgas- wie auch Erdöllager können sich in Tiefen von mehreren hundert bis 7.000 Metern Tiefe befinden. Durch geologische Untersuchungen kann man zwar feststellen, wo sich mögliches Speichergestein befindet, Sicherheit geben aber nur Bohrungen, die allerdings oft vergebens durchgeführt werden. Von zehn möglichen Erdgaslagern werden im Schnitt immerhin sechs durch Bohrungen bestätigt.
Material, das für eine Bohrung an Land von z.B. 3.000 Metern Tiefe erforderlich ist:
Ein etwa 50 m hoher Bohrturm mit Motoren und Pumpen (370 Tonnen Gesamtgewicht), 130 Tonnen Gestängerohre, 4.800 Meter Bohrfutterrohre (Gewicht 200 Tonnen), 200 Tonnen Flüssigkeit zur Ausspülung des zerkleinerten Gesteins und zum Kühlen des Bohrgestänges, 150 Tonnen Zement, 140 Tonnen Kraftstoff.
Der Transport
Die deutsche Erdgasversorgung ist in das europäische Verbundsystem integriert.
Es reicht von der Nordsee bis zum Mittelmeer bzw. Nordafrika, vom Atlantik bis Osteuropa. Die großen Ferngasleitungen (Pipelines) sind insgesamt 25.000 km lang. Dazu kommen nationale Leitungsnetze im europäischen Verbund mit 1 Mio km. In Deutschland wurden 1995 insgesamt 11,3 Millionen Haushalte über ein mehr als 300.000 km langes Netz versorgt. Dieser enge Zusammenschluss gewährleistet langfristig eine sichere und ausreichende Versorgung.
Während das Gas über größere Entfernungen fließt entsteht Reibung an den Rohrwänden und zwischen den Gasmolekülen. Der Druck fällt ab. Durch Verdichten des Gases wird der für den Transport notwendige Druck wieder aufgebaut. Deshalb gibt es entlang der Fernleitungen im Abstand von 100 bis 200 km Verdichterstationen. In Deutschland gibt es 36 solcher Transportverdichterstationen.
Woher kommt das Erdgas?
Etwa 21 % des gesamten Erdgasbedarfs fördert die deutsche Gaswirtschaft aus heimischen Quellen. Lieferländer sind
| Russland | 35 % |
| Norwegen | 20 % |
| Niederlande | 19 % |
| Dänemark, Großbritannien | 5 % |
Diese Lieferländer garantieren eine sichere Versorgung.
Erdgas gelangt von den Fundstätten über ein ausgedehntes, unterirdisch verlegtes Leitungsnetz umweltschonend zum Kunden. Die deutsche Erdgasversorgung ist fest in ein europäisches Ferngas-Verbundsystem eingebaut. Deshalb bringt der Transport keine Belastung der oberirdischen Verkehrswege und auch keine bleibende Beeinträchtigung des Landschaftsbildes mit sich.
Erdgasversorgung in Deutschland
In Deutschland war das Erdgas im Jahre 1999 mit ca. 21,3 % an der Deckung des Primärenergiebedarfs beteiligt. Erdgas wird überwiegend für die Wärmeversorgung von Gebäuden (Heizung, Warmwasserbereitung) sowie für die Erzeugung von Produktionswärme in Gewerbe- und Industriebetrieben verwendet.
Erdgas - eine gute Entscheidung!
Erdgas - eine ideale Energie: Erdgas ist vielseitig, wirtschaftlich, bequem und schont die Umwelt. Außerdem ist es eine sichere Sache: Erdgas ist ein Naturprodukt und in unverbranntem Zustand völlig ungiftig.
Und wenn Sie mit Ihren Gasgeräten und -anlagen richtig umgehen, können Sie auch bei der Anwendung auf ein Höchstmaß an Sicherheit vertrauen.
Erdgas - mit Sicherheit: 3 "goldene Regeln"
Immer richtig liegen Sie, wenn Sie drei grundsätzliche Regeln befolgen:
- Lassen Sie Ihre Gasgeräte von Zeit zu Zeit von einem Fachmann überprüfen.
- Lassen Sie bei Störungen an Gasgeräten oder bei Schäden an Gasleitungen nur Fachleute ran.
- Gehen Sie regelmäßig "auf Hausschau" und machen Sie den Jahres-Check an Gasgeräten und Gasleitungen.
Interessiert es Sie, was Technik und Gasversorgungsunternehmen im Hintergrund für die Erdgas-Sicherheit leisten und was im Detail hinter den Punkten des Jahres-Check steckt? Dann fordern Sie einfach die Broschüre "Erdgas - mit Sicherheit!" bei uns an.

Ein "Duft", der Sie schützt!
Erdgas ist von Natur aus geruchlos. Deshalb mischen wir ihm einen speziellen, unverwechselbaren Duftstoff bei. Zugegeben - ein unangenehmer Duft, aber das soll ja so sein, damit auch kleinste Gasmengen sofort bemerkt werden können. Möchten Sie einmal erschnuppern, wie es riecht? Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne eine Karte mit "Riechprobe" zu.
Was tun, wenn's mal nach Gas riecht?
Erdgas riecht dank des beigemischten Duftstoffes so intensiv, dass selbst kleinste Mengen wahrgenommen werden. Schlägt Ihre Nase also Alarm, ist das noch kein Grund zur Panik. Bleiben Sie ruhig und beachten Sie die folgenden Punkte:
- Öffnen Sie alle Fenster und Türen! Für Durchzug sorgen!
- Vermeiden Sie offenes Feuer! Nicht rauchen! Kein Feuerzeug, keine elektrischen Schalter, Stecker, Klingeln und kein Telefon benutzen.
- Warnen Sie die anderen Hausbewohner und verlassen Sie das Gebäude! Auch schwachen Gasgeruch und Gasgeruch auf der Straße melden.
- Benachrichtigen Sie unseren Bereitschaftsdienst von einem Telefonanschluss (Handy) außerhalb des Hauses!
Der Einsatz ist kostenlos.
Bei Gasgeruch Tel. 07324 / 98 51 98 (Tag und Nacht)
Weitere Informationen zum Thema Erdgas unter: www.bgw.de
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