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Am Anfang war der Stockbrunnen

Von der öffentlichen Wasserversorgung zu den TWH-Technische Werken Herbrechtingen GmbH

Am Anfang war das Wasser. Wasser, der Ursprung allen Lebens, ist auch der Ursprung der Stadtwerke Herbrechtingen. Und der Ursprung der Wasserversorgung in Herbrechtingen ist der Stockbrunnen, wo schon vor 1898, als die öffentliche Wasserversorgung entstand, das Trinkwasser entnommen wurde. Da es seinerzeit noch kein Elektrizitätsnetz gab, wurde das Wasser zum Behälter auf den Schießberg durch die damalige Firma Hartmann (später Firma Merz) gepumpt, angetrieben durch Wasserkraft und später auch durch Dampf. Knapp zehn Jahre später, im Jahr 1929, entstand die jetzige Pumpstation am Stockbrunnen. In den Jahren 1949 und 1950 wurde die Kapazität des Stockbrunnens durch die Anlegung von Sickergalerien erheblich erweitert. Gleichzeitig wurde auf dem Buigen, dem sog. Pfaffenplatz, ein neuer Behälter gebaut.

So weit zu den Anfängen, in denen die Kraft des Wassers noch eine große Rolle spielte. Sehr viel später wurde sie durch die Diskussion der alternativen Energien abermals zum großen Thema: Im Jahr 1989 nämlich wurde die Wasserkraftanlage eingeweiht. Dieser weitere Betriebszweig der Stadtwerke deckt zwar zugegebenermaßen nur einen Bruchteil des in Herbrechtingen anstehenden Strombedarfes, doch soll diese – mit der Sonne älteste – Energiequelle in Herbrechtingen nicht ungenutzt wegfließen. Deshalb werden bis heute in die Anlage investiert, um das kostenlose Energiepotential der Brenz zu nutzen.

Gas geben – das tut man bei den Stadtwerken zwar schon von Anfang an, seit 1965 allerdings im wahrsten Sinne des Wortes. In diesem Jahr nämlich entstand die erste Gasversorgung unter der Betriebsführung der Stadtwerke, die sich bis heute zum größten Betriebszweig der TWH Technische Werke Herbrechtingen entwickelt haben. Blockheizkraftwerk und Rathaus-Garage gehören ebenfalls zu den Aufgabenfeldern, die die TWH mit Effizienz, Kundenfreundlichkeit und hohem Leistungspotential erfolgreich beackern.

Wie wurden denn eigentlich aus den Stadtwerken die Technischen Werke Herbrechtingen? Nun ja, einer Namensänderung liegt nicht selten eine Eheschließung zugrunde. So auch hier: Im Zuge der Liberalisierung der Energiemärkte war bald klar, dass man sich allein auf dem weiten Flur der Märkte wohl schwer tun würde. So hielt man denn frühzeitig Ausschau nach einem starken Partner, auf dass man sich gegenseitig ergänze und stärke. Zunächst schien es, als läge das Gute auch geradezu sprichwörtlich nahe, in Giengen nämlich. Doch während es bei den Stadtwerken Giengen beim heißen Flirt blieb, machten die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm SWU Energie GmbH ein lukratives Angebot, das man nicht abschlagen konnte. So schritt man im November 1999 gemeinsam vor den „Traualtar“, um beim Sinnbild zu bleiben: Und aus den Stadtwerken Herbrechtingen wurden die TWH-Technischen Werke Herbrechtingen GmbH.

So präsentieren sie sich heute nicht nur im neuen ebenso ansehnlich wie zweckmäßigen Gebäude, sondern auch mit einem großen Angebotsspektrum: Erdgas, Wasser, Wärme und – neuestes Produkt – Strom. Zusätzlich wurde die Betriebsführung der Stadtwerke mit den Betriebszweigen Wasserkraftanlage und Tiefgarage übernommen. Leistungsstark also wie nie – nach eineinhalb Jahren lässt sich also durchaus von einer guten Ehe sprechen. Dies nicht nur beizubehalten, sondern möglichst noch zu steigern, ist das erklärte Ziel der beiden Partner.

 

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